keine gleichberechtigung im job. nicht 2014. nicht in berlin

nichts mit gleichberechtigung. in diesem ganzen artikelchen wird davon nichts vorkommen. und das ist auch gar nicht schwierig, denn: es gibt sie schlicht nicht. ganz gleich, wie modern und aufgeschlossen sich das unternehmen gibt: männer und frauen sind im job, im jahre 2014, in der hauptstadt deutschlands nicht gleichberechtigt. und das kommt so. unter anderem. 

eine frau, die ihren „mann steht“ und karriere und familie unter einen hut bekommen möchte, zieht arbeitszeiten vor, die es ihr auch bei einer 40+ stundenwoche ermöglichen, das kind nach der schule zum musikunterricht zu bringen. oderwasauchimmer. sie beginnt also nicht erst 9:30 uhr, sondern 7:30 uhr und möchte gern 16:00 uhr das büro verlassen. in der theorie. nun hat sie aber viele männliche kollegen in eher konservativen rollen (die sich selbstverständlich selbst aber als sehr modern sehen, weil sie a) vatersein auf mitte vierzig verschoben haben, b) sich beim windelwechseln am wochenende abwechseln ). diese männer haben keine familie, oder zumindest niemanden, für den sie in zeitlichem sinne verantwortung tragen oder sie haben partnerinnen, die max 30h arbeiten und wie selbstverständlich die nachmittägliche kinderbetreuung übernehmen. was bedeutet das für unsere vollzeitkraftundmom? während sie schon auf dem sprung in den „feierabend“ ist, kommen die kollegen zehn vor vier mit aberwitzigem scheiß an. weil sie kein verständnis aufbringen (wollen). was bedeutet das für unsere vollzeitkraftundmom? stopp! sagen und die kollegen mit ihren anfragen verrecken lassen, ergo nix mit karriere, weil team-schweine niemand ab kann. oder sie ruft den babysitter für 12,50€ pro stunde an
und bleibt bis 18:00 uhr- nicht, dass es ihr jemand dankt, die herren bleiben ja sogar bis halb sieben (kommen aber auch erst um zehn). und weil sie nach 50 plusstunden im monat, ’nem geplünderten konto aber super verhältnis zum babysitter, dafür einem riesen schlechten gewissen dem nachwuchs gegenüber unleidlich wird, ist sie “ zickig“ und uralte rollenklischees brechen auf. am ende wird der verpeilte männliche kollege, der ihr immer alles in letzter minute auf den schreibtisch geklatscht hat, in die bessere position gehievt und sie? verkürzt auf 30 stunden, damit das kind wenigstens happy ist.

und die moral von der geschicht? gleichberechtigung im job machen nicht die unternehmen – sondern die männer und frauen, die dort sitzen.
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